Zeichen setzen

Entwurf: 2020
Realisierung: ab 2021
Standorte: im Landkreis Waldeck-Franckenberg (Nordhessen)
Auftraggeber: Wasserinitiative Waldeck-Franckenberg (WIWF)
Koordination: Neue Auftraggeber

Auftakt als performative Handlung: Wasserzeichen
Ort der Performance: Wirtschaftsweg bei Ellershausen
Fotos: Kay Zimmermann – Performerinnen: Enne Haehnle und Elisabeth Howey

Konzept
Zeichen setzen als künstlerische Intervention: für den Auftrag „Es geht ums Wasser“ wird eine Handlungsform etabliert, die mittels einer eigens entwickelten Zeichen- und Bildsprache sensibilisiert für das Themenfeld „Wasser als Lebensquelle / Wasser als bedrohte Ressource“. Handeln heißt in diesem Fall Zeichen zu setzen im wörtlichen Sinn: als Markierungen, als Ritzungen, die auf vorgefundenen Trägermedien an verschiedenen Orten in verschiedenen Maßstäben dem öffentlichen und privaten Raum eingeschrieben werden und damit Zeitzeugenschaft bekunden.

Auftakt
Als Auftakt wurden am 4. September 2021 in einer performativen Handlung Wasserzeichen auf Asphalt gesetzt (Fotos). Im weiteren Verlauf können Zeichen im ganzen Landkreis entstehen: ein Vorteil des Vorhabens ist, dass es sowohl in kleinem Format an Wohnhäusern, Haltestellen etc. stattfinden kann, und ebenso in einer großen sperrigen Geste am Marktplatz, an einer Sparkassen- oder Rathausfassade oder z.B. an Schulgebäuden. Zeichen, eingeritzt in Fassaden, an Hauswänden, an Türbalken, auf Schwellen, auf Feldsteinen – im ländlichen und urbanen Kontext. Geritzte Zeichen als Ausdruck von Schmerz, Krise, Alarm; Einschneiden oder Einkerben als dokumentarische Arbeit, als Fortschreibung kultureller Praktiken, die Wasserhoch- und Niedrigstände aufzeigen, wie etwa der Nilometer oder die Hungersteine in Elbe und Rhein.

Grundlage für die Entwicklung der Zeichen- und Bildsprache sind lokale Erzählungen: Mündlichkeit wird in Schriftlichkeit transferiert. Dabei geht es nicht um die Entwicklung eines Schriftsystems, welches eins zu eins codiert und decodiert werden kann, sondern um das Finden von Bildern, die einen poetischen Raum öffnen: einen Zwischenraum von Verständlichkeit und Unverständnis, einen Raum, der Diversität zulässt. Der Prozess des Entstehens der Zeichen – im Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion – wird als vielfältig geteilter Weg verstanden, als partizipatorisch angelegte Spurensuche.

Zeichen setzen

Entwurf: 2020
Realisierung: ab 2021
Standorte: im Landkreis Waldeck-Franckenberg (Nordhessen)
Auftraggeber: Wasserinitiative Waldeck-Franckenberg (WIWF)
Koordination: Neue Auftraggeber

Auftakt als performative Handlung: Wasserzeichen
Ort der Performance: Wirtschaftsweg bei Ellershausen
Fotos: Kay Zimmermann – Performerinnen: Enne Haehnle und Elisabeth Howey

Konzept
Zeichen setzen als künstlerische Intervention: für den Auftrag „Es geht ums Wasser“ wird eine Handlungsform etabliert, die mittels einer eigens entwickelten Zeichen- und Bildsprache sensibilisiert für das Themenfeld „Wasser als Lebensquelle / Wasser als bedrohte Ressource“. Handeln heißt in diesem Fall Zeichen zu setzen im wörtlichen Sinn: als Markierungen, als Ritzungen, die auf vorgefundenen Trägermedien an verschiedenen Orten in verschiedenen Maßstäben dem öffentlichen und privaten Raum eingeschrieben werden und damit Zeitzeugenschaft bekunden.

Auftakt
Als Auftakt wurden am 4. September 2021 in einer performativen Handlung Wasserzeichen auf Asphalt gesetzt (Fotos). Im weiteren Verlauf können Zeichen im ganzen Landkreis entstehen: ein Vorteil des Vorhabens ist, dass es sowohl in kleinem Format an Wohnhäusern, Haltestellen etc. stattfinden kann, und ebenso in einer großen sperrigen Geste am Marktplatz, an einer Sparkassen- oder Rathausfassade oder z.B. an Schulgebäuden. Zeichen, eingeritzt in Fassaden, an Hauswänden, an Türbalken, auf Schwellen, auf Feldsteinen – im ländlichen und urbanen Kontext. Geritzte Zeichen als Ausdruck von Schmerz, Krise, Alarm; Einschneiden oder Einkerben als dokumentarische Arbeit, als Fortschreibung kultureller Praktiken, die Wasserhoch- und Niedrigstände aufzeigen, wie etwa der Nilometer oder die Hungersteine in Elbe und Rhein.

Grundlage für die Entwicklung der Zeichen- und Bildsprache sind lokale Erzählungen: Mündlichkeit wird in Schriftlichkeit transferiert. Dabei geht es nicht um die Entwicklung eines Schriftsystems, welches eins zu eins codiert und decodiert werden kann, sondern um das Finden von Bildern, die einen poetischen Raum öffnen: einen Zwischenraum von Verständlichkeit und Unverständnis, einen Raum, der Diversität zulässt. Der Prozess des Entstehens der Zeichen – im Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion – wird als vielfältig geteilter Weg verstanden, als partizipatorisch angelegte Spurensuche.

https://wiwf.de
https://neueauftraggeber.de/de/news/die-neuen-auftraggeber-von-waldeck-frankenberg
https://neueauftraggeber.de/de/projekte/es-geht-ums-wasser